Parksanatorium Aulendorf
Fachklinik für Onkologische Rehabilitation
 
 
 
 

Psychosoziale Onkologie - Vertrauen in die eigene Kraft zurückgewinnen

Ressourcen entdecken. Vertrauen finden.  
Mit neuer Kraft das Leben spüren.   
  
Ihre Krankheit hat möglicherweise Einschnitte in Ihrem Leben verursacht und Spuren in Ihrem Innersten hinterlassen. Die Psychosoziale Onkologie unterstützt Sie, in einem geschützten Rahmen Ihre Krankheit zu verarbeiten und sich neu zu orientieren.   
  
Zu Ihrem Schutz passen wir unsere Angebote an die aktuell geltenden Coronabestimmungen an.  
  

Unser Konzept für Psychosoziale Onkologie

 
 
Die Bedeutung einer Tumorerkrankung  
 
Viele Betroffene berichten, dass sie sich durch die Diagnose einer Tumorerkrankung von einem Augenblick zum anderen in eine andere, als fremd, existentiell bedrohlich und unsicher erlebte Wirklichkeit versetzt fühlen.  
 
Innerhalb kürzester Zeit ist eine Fülle neuer, meist intensiver und oft schmerzhafter Erfahrungen zu bewältigen. Das Ausmaß der Veränderungen wird vielen Menschen erst bewusst, wenn die Behandlung im Krankenhaus abgeschlossen ist und etwas Ruhe einkehrt.  
 
Mit den körperlichen Beeinträchtigungen gehen häufig psychische, soziale, wirtschaftliche und spirituelle Erschütterungen einher. Diese Erschütterungen können sowohl Betroffene als auch Angehörige phasenweise an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen und intensive Gefühle auslösen.  
  
  
Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung
 
 
Der Genesungsprozess erfordert Zeit und Geduld sowie einen liebevollen Umgang mit sich selbst. Viele Menschen sind es gewohnt, sich mehr um andere zu kümmern. Sich selbst in den Blick zu nehmen, ist aber eine Voraussetzung dafür, mit Beeinträchtigungen des seelischen und körperlichen Wohlbefindens, der sozialen Beziehungen und der wirtschaftlichen Verhältnisse konstruktiv umzugehen. Bei der Vielzahl der Veränderungen, die eine Tumorerkrankung nach sich ziehen kann, ist es wichtig, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, bedarf es Einiges an Phantasie, Erfindungsgeist und Mut, etwas Neues auszuprobieren.  
 
Unsere professionellen Angebote können Ihnen eine Hilfe dabei sein, Ihren eigenen Weg der Krankheitsverarbeitung zu entwickeln.  
 

Aufgaben - Psychosoziale Onkologie

 
  • Aufklären über mögliche psychische, soziale und wirtschaftliche Krankheitsfolgen  
  • Unterstützen bei der Krankheitsverarbeitung  
  • Mobilisieren innerer und äußerer Ressourcen (Kraftquellen und kreative Potentiale)  
  • Unterstützen bei der Neuorientierung  
  • Erleichtern der Rückkehr in den Alltag  
  • Fördern der Entwicklung und Vertiefung tragender Beziehungen  
  • Unterstützen der Reintegration in den Arbeitsprozess  
  • Fördern von Lebensqualität und sinnerfüllter Lebensgestaltung  
  • Vermitteln von professionellen und ehrenamtlichen Hilfsangeboten in Wohnortnähe
  
  
Die einzelnen Angebote sind darauf ausgerichtet, 
  • die Krankheitsverarbeitung zu fördern 
  • den Anpassungsprozess zu verkürzen 
  • psychische Belastungen zu lindern 
  • die Lebensqualität zu verbessern 
  • die Teilhabe am sozialen und wirtschaftlichen Leben zu fördern
  
  
Wir legen Wert auf: 
  • Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO) 
  • Fachaustausch in der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im 
    Gesundheitswesen (DVSG) 
  • Mitwirkung in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Onkologie (dapo) sowie in der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte in Baden-Württemberg (ATO)
 
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Angebote - Psychosoziale Onkologie

 
Das Arbeitsfeld der Psychosozialen Onkologie umfasst im Parksanatorium Aulendorf folgende Fachbereiche:  
  

Schreibwerkstatt

 
Kreatives Schreiben  
  
Haben Sie Lust, nicht nur Bücher zu lesen, sondern auch selbst einmal eine Geschichte oder ein Gedicht, ein Märchen oder ein Abenteuer zu schreiben? Würden Sie gerne ausprobieren, Gedanken und Ideen spielerisch eine Form zu geben? Kreatives Schreiben im Rahmen einer Schreibwerkstatt fördert das schöpferische Ausdruckspotential, das Sie dafür brauchen. Es eröffnet Ihnen einen Raum, in dem Sie sich nicht primär als Patient/in erfahren, sondern als Verfasser/in einer eigenen oder fremden Welt. 
Etwas Eigenes zu schreiben, befähigt uns dazu, auf andere Gedanken zu kommen, positiv auf die eigene Verfassung einzuwirken und dadurch unsere Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Viele Menschen gehen davon aus, dass man sich zum Schreiben ins Alleinsein zurückziehen muss. Erstaunlicherweise ist das Gegenteil der Fall. Wenn mehrere Menschen gleichzeitig schreiben, verdichtet sich die Konzentration. Man inspiriert sich wechselseitig. 
Der unterschiedliche Blick auf das Leben, der sich in einer schreibenden Gruppe zeigt, bereichert die Perspektive der Einzelnen. Dies unterstützt hilfreiche Relativierungen und ermutigt, neue Wege zu beschreiben. 
Beim Experimentieren mit Sprache werden Sie erleben, dass Sie dem Ernst des Lebens mit Phantasie begegnen können. Eigene Gedanken zu Papier zu bringen, stärkt das Selbstbewusstsein und fördert den Eigen-Sinn.  
  
Gerne erhalten Sie weitere Informationen  
  
Sibylle Zengerle-Hübner  
Psychologische Psychotherapeutin  
Telefon +49 (0) 07525 93-1651  
sibylle.zengerle-huebner@wz-kliniken.de  
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Psychologische Betreuung

 
Spüren, was fehlt - und Hilfe geben  
  
Durch die Diagnose einer Tumorerkrankung fühlen Sie sich vielleicht von einem Augenblick zum anderen in eine plötzlich als fremd, existentiell bedrohliche und unsicher erlebte Wirklichkeit versetzt.  
Innerhalb kürzester Zeit ist eine Fülle neuer, meist intensiver und oft schmerzhafter Erfahrungen zu bewältigen. Das Ausmaß der Veränderungen wird häufig erst bewußt, wenn die Behandlung im Krankenhaus abgeschlossen ist und etwas Ruhe einkehrt.  
 
Mit den körperlichen Beeinträchtigungen gehen häufig psychische, soziale, wirtschaftliche und spirituelle Erschütterungen einher. Diese Erschütterungen können sowohl Betroffene als auch Angehörige phasenweise an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen und intensive Gefühle auslösen.  
 
Leben nach dem Krankheits- und Diagnoseschock
 
 
Unsere Unterstützung konzentriert sich auf den betroffenen Menschen in seiner individuellen Lebens- und Krankheitssituation. Nach dem "Krankheits- und Diagnoseschock" und der meist kräftezehrenden Therapiezeit soll Ihnen ermöglicht werden, wieder an eine ursprünglich physische und psychische Stärke anknüpfen zu können.  
 
Erstrebenswert ist es, das reduzierte Leistungsvermögen aufzubauen, die psychische Stabilität wiederzuerlangen, das Selbstbewußtsein zu stärken sowie im Austausch mit anderen allmählich wieder in die Normalität des Alltags zurückzufinden. Wer sich aktiv und in Eigenverantwortung den neuen Lebensmöglichkeiten stellt, kann neue Ressourcen nutzen, weiter entwickeln und diese der Bedrohlichkeit der Erkrankung entgegen setzen.  
 
Methodik und Leistungen der Psychologischen Beratung
 
  • Psychologische Diagnostik  
  • Beratung und Psychotherapie zur Förderung der Krankheitsverarbeitung und Selbstwertstabilisierung (Einzel- und Paarberatung)  
  • Stabilisierende einzeltherapeutische Behandlung bei Traumatisierung, Anpassungsstörung, somatoformen Syndromen, Ängsten und Depressionen  
  • Kriseninterventionen  
  • Sexualberatung  
  • Gruppengespräche zur Gesundheitsförderung (für jüngere Patienten und Patientinnen, für Frauen mit gynäkologischen Erkrankungen, für Männer mit urologischen Erkrankungen)  
  • Schlafförderung (Gruppengespräch und Übung)  
  • Raucherentwöhnung  
  • Stressbewältigung durch Achtsamkeit   
  • MBOR (medizinisch-beruflich-orientierte Rehabilitation in Bezug auf psychosoziale Ressourcen) 
  • Vorträge zur Förderung der Krankheitsverarbeitung, zum Umgang mit Fatigue-Symptomen, Angsten ...  
  • Vermittlung von professionellen Hilfsangeboten in Wohnortnähe
 
 
 
Gerne erhalten Sie weitere Informationen 
 
Sibylle Zengerle-Hübner  
Psychologische Psychotherapeutin  
Telefon +49 (0) 07525 93-1651  
sibylle.zengerle-huebner@wz-kliniken.de  
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Entspannungstherapien

 
Entspannungstherapien sowie Regenerative Therapien (Yoga, Qi Gong, Meditativer Tanz)   
  
Entspannungstherapien wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Qi Gong, meditatives Tanzen sowie Körperwahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen verhelfen zu mehr innerer Ruhe und Ausgeglichenheit.  
 
Kreativität kann ein wichtiges Ventil zwischen Innen- und Außenwelt sein und Impulse freisetzen, eigene Ressourcen zu entdecken und somit neue Möglichkeiten im Umgang mit der durch die Krankheit veränderten Lebenssituation eröffnen. Es gilt, einen Weg zur Bewältigung der Krankheitssituation zu finden, bei der Kreativität, Phantasie und die Gefühlswahrnehmung angeregt werden.   
  
Entspannungsfördernde und die Wahrnehmung sensibilisierende Methoden
 
  •  Autogenes Training   
  • Progressive Muskelrelaxation  
  • Visualisierung/Imagination  
  • Qi Gong  
  • Yoga 
  
  
Bei tiefergehenden Schlaf-, Angststörungen und Depressionen arbeiten wir eng zwischen Arzt, Patient und Psychologen zusammen, um einen bestmöglichen Erfolg für den Patienten zu erzielen.   
  
Gerne erhalten Sie weitere Informationen:  
 
Sibylle Zengerle-Hübner 
Psychologische Psychotherapeutin 
Telefon +49 (0) 07525 93-1651 
sibylle.zengerle-huebner@wz-kliniken.de  
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Sozialberatung

 
Für Menschen da sein - im Dialog mit dem Patienten  
  
Wir freuen uns, wenn Sie nach Hause zurückkehren. Diesen Schritt bereiten unsere Sozialberaterinnen gemeinsam mit Ihnen langfristig vor. Wir informieren Sie, wo Sie Hilfe bekommen, und suchen mit Ihnen gemeinsam die richtigen Partner für Ihre Rückkehr in den privaten oder beruflichen Alltag.   
  
Onkologische Patientinnen und Patienten erleben mitunter, dass ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigt sind. Die Auswirkungen ihrer Erkrankung auf ihre berufliche und/ oder soziale Lebenssituation können zu Verunsicherung führen. Die Patientinnen und Patienten stehen vor der Aufgabe, die neu entstandene Situation in ihr bisheriges Leben zu integrieren, sowie zu lernen, wieder lebbare Perspektiven zurückzugewinnen.  
 
In dieser Situation eine professionelle Begleitung anzubieten - gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten die Eine angemessene Zielausrichtung und die dazugehörenden Schritte vorzubereiten, ist eine zentrale Aufgabe der Sozialberatung in der onkologischen Rehabilitation.  
 
Oft entscheidet sich unmittelbar nach der ersten Therapie / in den Wochen der Erstbehandlung, welches Ausmaß an Lebensqualität Sie für sich zurückgewinnen oder neu entdecken können. In diesem Zusammenhang bieten wir Ihnen Aufklärung und Information über sozialrechtliche Hintergründe und weiterführende Hilfen.  
 
Wir beraten Sie ausführlich z.B. zu Fragen der sozialen Rehabilitation, der beruflichen Re-Integration, zum Schwerbehindertenrecht, zu den Erwerbsminderungsrenten.  
 
Leistungen der Sozialberatung
 
  • Erfassung der sozialen Lebenssituation   
  • Klärung von Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten  
  • Unterstützung bei der Entwicklung weiterführender Perspektiven  
  • Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung für Leistungen aus dem Bereich des Sozialversicherungsrechts (z.B. Schwerbehindertenausweis, Antrag Pflegeversicherung)  
  • Einzelberatungen  
  • Angehörigengespräche  
  • Gruppengespräche zu sozialrechtlichen Fragestellungen
 
    
  
 
Gerne erhalten Sie weitere Informationen 
 
Dagmar Rosner  
Sozialberatung  
Telefon +49 (0) 7525 93-1561  
Dagmar Rosner@wz-kliniken.de  
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Interdisziplinäre Angebote

 
Das Team für Psychosoziale Onkologie arbeitet integriert mit anderen Fachdisziplinen des Hauses zusammen, wie z.B.: 
 
  • Gruppe rund ums Arbeitsleben  
  • Hirnleistungstraining in der Gruppe  
  • Dysphagiegruppe  
  • Urologische Gesprächsgruppe
 
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Wenn Sie wissen möchten, was Sie in einer Schreibwerkstatt erwartet, können Sie im nachfolgenden Filmbeitrag des Senders RegioTV: "HANNAS NA TOUR" einen Eindruck von diesem kreativen Angebot erhalten.  
  
  
  
  
  
Weitere Informationen
   
  
  
Sibylle Zengerle-Hübner 
Psychosoziale Onkologie / Psychologin 
Telefon +49 (0) 7525 93-1651 
Sibylle.Zengerle-Huebner@wz-kliniken.de  
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